Patienten sollen künftig Ärzte EU-weit wählen können

 

EU-Bürger sollen künftig leichter in ein Krankenhaus oder zu einem Arzt in anderen Mitgliedstaaten gehen können. Dieses Ziel wollen die EU-Gesundheitsminister und die Europäische Kommission heute auf einem Treffen im deutschen Aachen diskutieren.

Die amtierende Ratspräsidentin, die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, sagte gestern, notwendig seien klare und einheitliche Regeln in der gesamten EU.

Notfall oder Routinebehandlung
Es müsse beispielsweise festgelegt werden, wann sämtliche im Ausland anfallenden Kosten erstattet werden und wann nur die Kosten, die bei einer Behandlung im Heimatland angefallen wären. Dabei müsse man zwischen Notfällen und geplanten Behandlungen unterscheiden. Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) vertritt Österreich bei dem Treffen.

EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou kündigte an, die Kommission werde bis Ende des Jahres Vorschläge machen. "Wir wollen Patienten und Ärzten für die Gesundheitsversorgung in anderen Mitgliedstaaten mehr Rechtssicherheit verschaffen." Das Vorhaben der EU-Kommission dürfte in der Ministerrunde aber auch auf Widerstand stoßen, da Gesundheitspolitik in der EU Sache der Mitgliedstaaten ist.

 

 

 

aus www.orf.at  am 20.4.2007

 

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