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Initiative ELGA - Forum

öffentliche Diskussion zu ELGA und E-Health in Österreich

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#1 09.01.2010 14:28:38

Dr. Christian Husek
Member
Registriert: 02.01.2010
Beiträge: 31

ELGA Ziele: keinesfalls möchte ich daß...

Was sollte bei ELGA unbedingt vermieden werden ?    Welche Schutzmechanismen sind Ihnen wichtig ?
Einige Anregungen finden Sie auf: http://www.initiative-elga.at/initiativ … sfalls.pdf

Wir freuen uns auf Ihren Diskussionsbeitrag !

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#2 10.01.2010 21:27:30

mloe
New member
Registriert: 10.01.2010
Beiträge: 6

Re: ELGA Ziele: keinesfalls möchte ich daß...

Also: ich bin der Meinung, erstens:
dass alles was meine Arbeit erleichtert gut ist und ich mich auch darum bemühe. Gleichzeitig kann eine elektronische Anwendung, die mir nützlich ist, dem Patienten schaden, z.B. mangelnder Datenschutz. Außerdem kann eine elektronische Anwendung, die technischen Wirtschaftszweigen zugute kommt (ich meine diese reich macht) meinen Arbeitsablauf, bzw. meine Arbeitsqualität dadurch und überhaupt stören.
zweitens:
dass ELGA, E-Medikation, etc. Wechselwirkungen, etc. sicher gut sind bei alten Leuten, die zu viel, bzw viel schlucken wollen oder müssen, m.E. Pensionisten. In Pensionistenheimen wäre eine E-Card-Leitung extrem nützlich, weil ... (ABS, REGO, und was sonst noch alles kommt) dort abfragen zu können, wäre ein echter Gewinn.

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#3 13.01.2010 08:01:08

blackydoc
Member
Registriert: 03.01.2010
Beiträge: 13

Re: ELGA Ziele: keinesfalls möchte ich daß...

ELGA ist ein moloch, der als solcher in der bis jetzt kolportierten version vermieden gehört. vor allem aus der sicht des patienten/menschen.
gesundheitsdaten sind extrem wichtig. und persönlich. für mich ist das oberste ziel, diese intimität schützen zu müssen. es darf keinen abruf solcher daten geben können, die nicht einzeln und persönlich vom eigentümer dieser intimen daten freigegeben werden. aus diesem zentralen grund darf eine (automatisierte) abfrage und eine zentrale speicherung (zugriffsmöglichkeit von - nicht vom eigentümer freigegebenen - personen) niemals erfolgen. der zentrale verwalter seines eigentums kann nur der patient selbst sein und seine daten dürfen ausschliesslich durch persönliche und ausdrückliche fallbezogene einzelerlaubnis zum zweck eines abgleichs mit anderen daten freigegeben werden. diese prüfung darf wieder nur lokal stattfinden und keinesfalls in einem zentralen archiv gespeichert werden.
in welcher form diese persönliche speicherung stattfinden soll/kann ist eine andere sache. usb-stick, etc., etc.

ich denke, dass unter solchen vorgaben "das system" jedes interesse an ELGA verlieren würde, weil "das system" genau die persönlichen daten braucht, um sich "rechnen" zu können. ginge es um die immer wieder als schutzbehauptung vorgebrachte "patientensicherheit" würde dieser von mir dargestellte modus sehr wohl ausreichen. nur die absicht des systems ist eine andere (behaupte ich voller überzeugung) - darum wird es eine solche ELGA wohl nicht geben.....

ps.: die bürokratie erdrückt uns alle jetzt schon. wenn ich täglich höre oder lese, wie und auf welche art weitere belastungen bevorstehen, kann eine vorantwort nur heißen: kampf allem zentralverwalteten. vor allem dann, wenn rechtliche eingriffe möglich sind. schon jetzt ist dokumentation im pflegebereich wichtiger als die pflege des patienten selbst. und nur durch selbstlose aufopferung der pflegeberufe ist eine effektive pflege noch vorhanden. wenn im (spitals)bereich sich der chirurgieprimarius rechtlich dafür verantworten muss, dass sein oberarzt bei einer unfallerstbegutachtung einen zum zeitpunkt röntgenologisch nicht feststellbaren kahnbeinbruch "übersehen" hat - nicht weil der auch im nachhinein röntgenologisch nicht feststellbare bruch, was ja wie jeder weiss eine typische "naviculare-geschichte" ist, nicht gleich erkannt worden ist, sondern weil der oberarzt nicht einen fixen kontrolltermin im krankenhaus angeordnet hat (er hatte nur im ambulanzbrief von "kontrolle in 10 tagen bei fortbestand der beschwerden zum sicheren ausschluss einer fraktur" geschrieben), dann ist es klar, was ich meine. das wohlergehen des patienten hat unser arbeitsziel zu sein, nicht das der IT- oder versicherungswirtschaft bzw. des juristentums.....
oder sollen wir ärzte jeden husten zum lungen-MR schicken müssen, nur um rechtlich abgesichert zu sein? durch dieses aktionismus-denken wird automatisierter computer-medizin vorschub geleistet. DANN bräuchte man ELGA allerdings wirklich. jedwede individuelle medizinische betreuung wäre aber dann fiktion

Beitrag geändert von blackydoc (13.01.2010 08:05:21)

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#4 14.01.2010 13:57:14

Dr. Christian Husek
Member
Registriert: 02.01.2010
Beiträge: 31

Re: ELGA Ziele: keinesfalls möchte ich daß...

Besser als Blackydoc kann man es wohl kaum formulieren ! ; siehe dazu auch "Spaßbremse Leitlinien": humorvoll formuliert, aber in Wirklichkeit todernst: http://www.springermedizin.at/schwerpun … full=14774

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#5 03.03.2010 21:23:03

mloe
New member
Registriert: 10.01.2010
Beiträge: 6

Re: ELGA Ziele: keinesfalls möchte ich daß...

Leider wissen die Menschen das nicht zu schätzen.

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